Jahresrückblick 2001 |
MKS und das Ende der Aktienbrauerei
Vilsbiburg. Der Jahrtausendwechsel verlief in Vilsbiburg alles andere als
ruhig: 140 Jahre Aktienbrauerei fanden ein trauriges Ende als die Aktionäre
beschlossen, Produktion und Vertreib an die Gräfliche Brauerei Arco zu
verkaufen. Ein MKS-Verdacht sorgte für – wenn auch nur kurze – Aufregung, denn
einen Tag später gab es Entwarnung.
Januar
März
Fast 3000 Unterschriften für die Geburtshilfe des
Vilsbiburger Krankenhauses sind Anfang März gesammelt worden. Bei einer
Sonderbürgerversammlung, die mit Hilfe dieser Unterschriften zustande kam,
musste sich Landrat Josef Neumeier Buh-Rufe anhören. Mit der Problematik an der
Einmündung der Schachtenstraße in die Seyboldsdorfer Straße beschäftigte sich
der Verkehrsausschuss. Um die Überquerung der Straße sicherer zu gestalten,
empfahl man dem Stadtrat die Einrichtung einer Verkehrsinsel. Wie man inzwischen
sehen kann, hat sich der Stadtrat für die Insel entschieden. "Brauen die
Vilsbiburger Bürger bald ihr eigenes Bier ?" Diese Frage stand nach dem Aus für
die Aktienbrauerei im Raum. MdL Josef Eppeneder regte nach dem Verkauf der
Aktien-Brauerei die Gründung eines Bürgerbräus an. Die Idee verlief jedoch im
Sande. Bei einem nächtlichen Großbrand wurde eine Schreinerei in Haarbach ein
Raub der Flammen. Der Sachschaden betrug 1,5 Millionen Mark. LF 16/12 – diesen
Namen trägt das neue Löschfahrzeug, das bei einem Festakt im Feuerwehrhaus
seiner Bestimmung übergeben wurde. Weil wichtige Brandschutzrichtlinien nicht
erfüllt wurden, ist das Jugendzentrum vorübergehend geschlossen worden. Die
Stadt Vilsbiburg hat das JuZ vom Verein Jugendforum komplett übernommen, das
Nötigste sollte umgebaut werden.
April
Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür hat
die Krankenpflegeschule ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Im April griff die
Angst vor der Maul- und Klauenseuche um sich. Ein Hof in Hackelsberg wurde
abgeriegelt, nachdem ein besorgter Schäfer das Veterinäramt in Landshut
benachrichtigt hatte, weil Jungtiere seiner Schafherde lahmten. Offziell wurde
nicht von einem MKS-Verdachtsfall gesprochen, da die Symptome ebenfalls von
einer anderen, relativ harmlosen Schafkrankheit stammten konnten. Einen Tag
später gab es Entwarnung und die Sperrmaßnahmen wurden aufgehoben.
Eva Ziegler
Vilsbiburger Zeitung vom 28.12.2001