Jahresrückblick 2001 |
Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende
Vilsbiburg. Eine frisch renovierte Kläranlage, ein Haushalt, der trotz seiner
Knappheit einstimmig verabschiedet wurde und ruhige Weihnachten. Das ist die
Bilanz des letzten Jahresdrittels. Im Großen und Ganzen können die Vilsbiburger
auf ein ereignisreiches und dennoch schönes Jahr zurückblicken.
September
Einen Grund mehr, sich auf die Schule zu freuen, hatten die Hauptschüler: Alle
Bau- und Sanierungsmaßnahmen waren noch vor Beginn des neuen Schuljahres
abgeschlossen. 111 ABC-Schützen in vier Klassen begannen im September ihre
Schullaufbahn. Das Ende ihrer Schullaufbahn feierten hingegen 24
Krankenpflegeschüler. Die Anschläge in New York trübten jedoch die
Feierstimmung. Auf Eis gelegt wurde im September vorrübergehend die Sanierung
des Stadtplatzes. Denn die CSU-Fraktion, Gerhard Kohler und Klaus Kirchner
stimmten gegen Städteplaner Wolfgang Pfeiffer, der den Wiedereinstieg
Vilsbiburgs in die Städtebausanierung bereits seit fünf Jahren begleitet hatte.
Das neue Herzstück der Stromversorgung konnten Bürger beim Tag der offenen Tür
besichtigen, denn an diesem Tag wurde das renovierte Schalthaus der Stadtwerke
in Betrieb genommen.
Oktober
Strom für fünf Häuser kann Georg Brams in Herrnfelden auf seinem Dach erzeugen.
Seine Photovoltaikanlage ist die größte im Gebiet der Stadtwerke. Nach
umfangreichen Renovierungsarbeiten wurde die Vilsbiburger Kläranlage bei einem
Festakt wieder eingeweiht. Schaumstoff als Couch für Bakterien heißt es seitdem.
Oder fachlich korrekt: Mit Linopor-Schwämmchen wurde die Kapazität des
Biologie-Beckens erhöht. Mehrere Tausend Besucher kamen bei sommerlichem Wetter
zum Dionysi-Markt. Bei hochsommerlichen Temperaturen machte es doppelt soviel
Spaß, die Pferde zu bewundern und durch Vilsbiburg zu bummeln.
Feierlich eingeweiht wurden der Anbau und die Erweiterung der Realschule.
Jahrelange Raumnot hatte somit ein Ende. Für den Dienst in der Pfarrei wurde
Gemeindereferentin Andrea Luginger beauftragt. Nach zwei Jahren Ausbildung wurde
sie zum pastoralen Dienst ausgesandt.
November
Mit dem Ergebnis seines 20. Ski-Flohmarktes war der Ski-Club höchst zufrieden:
Über 1 000 Besucher deckten sich in der Stadthalle mit Skiern, Schlittschuhen
und anderem Winterzubehör ein. Ein Aufatmen ging durch die Reihen des
Mütterzentrums und der Kindergärten: Der Stadtrat billigte die Eingabeplanung
zur Sanierung des St. Johannis-Hauses. Mit einem Investitionsvolumen von 1,35
Millionen Mark soll das komplette Innenleben des Hauses erneuert und saniert
werden. Der Gymnastikraum der Hauptschule wurde zu drei Unterrichtsräumen
umgebaut. Bei einem Festakt ließen Schuldirektor Rudolf Schaub und Bürgermeister
Helmut Haider die Entstehung der Räume noch einmal Revue passieren. Nach
sexuellen Übergriffen auf fünf Mädchen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren
wurde ein 56-jähriger Besitzer eines Reiterhofes bei Vilsbiburg festgenommen.
Seinen 50. Geburtstag feierte das Vilsbiburger Kreiskrankenhaus mit einem Tag
der offenen Tür. Zahlreiche Besucher warfen dabei einen Blick hinter die
Kulissen. Eine nicht alltägliche Lebensform hat Ilse Cimander gewählt: Am 25.
November wurde die Vilsbiburgerin als Novizin in die Gemeinschaft der
Solanus-Schwestern aufgenommen.
Dezember
Nur rund 100 Bürger kamen zur Bürgerversammlung in die Vilstalhalle, um den
Bericht des Bürgermeisters zu hören, ihre Anliegen vorzutragen und ihre Meinung
über Entscheidungen des Stadtrates kund zu tun. Bürgermeister Helmut Haider
kündigte dabei eine Reihe von Baumaßnahmen für das kommende Jahr an.
Damit die Stadt auch in den nächsten Jahren handlungsfähig bleibt, musste bei
der ersten Lesung des Haushaltsentwurfs für das Jahr 2002 noch einmal kräftig
der Rotstift angesetzt werden. Über die Hälfte der Steuereinnahmen muss an
verschiedene Umlagen weitergeleitet werden. Letzendlich wurde der Haushalt
einstimmig verabschiedet. Er tritt zum 1. Januar in Kraft.
Minus-Temperaturen brachte der Nikolausmarkt mit sich. Aber trotz eisigem
Nordwind ließen sich zahlreiche Besucher den Bummel durch den Stadtplatz nicht
entgehen. Aber nicht nur die Stände weckten beim Nikolausmarkt das Interesse der
Bürger. Der Heimatverein sah beim Markt die Zeit gekommen, die spitzbogige Tür
der frisch renovierten Spitalkirche einen Spalt breit zu öffnen. Über einen
Mercedes der A-Klasse kann sich Monika Frank freuen. Sie hat bei der
Weihnachtsverlosung des Rotary-Clubs den Hauptpreis gewonnen.
Ziemliche ruhig ging die Weihnachtszeit und damit (fast) das Jahr zu Ende. Kein
Christbaum brannte, die Polzei musste nur wegen vier Glatteis-Unfällen
ausrücken.
Eva Ziegler
Vilsbiburger Zeitung vom 31.12.2001