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Vilsbiburg. Fünf Jahre Arbeit,
zwei Jahre intensivste Recherchen und viele Stunden in den Archiven des
Freistaats und der Kirchen - das Ergebnis präsentierte Autor Peter Käser
am Donnerstag bei seiner Buchvorstellung im Pfarrheim: eine detaillierte
Geschichte der Vilsbiburger Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt auf 375
Seiten, gespickt mit Anekdoten über die Menschen, die das Gotteshaus über
die Jahrhunderte hinweg bevölkert haben. Erschienen ist das Werk des
Hobby-Historikers im Verlag Attenkofer, also im Hause der Vilsbiburger
Zeitung . "Die Geschichte ist Ihre Geliebte", sagte denn auch Herausgeber
Dr. Martin Balle am Donnerstagabend im Pfarrheim. Der Verlag Attenkofer
als Heimatverlag wolle Autoren wie Peter Käser fördern, die sich mit
Leidenschaft der Heimatgeschichte widmen. "Peter Käser präsentiert in
seinem Buch Sozialgeschichte im Kleinstraum, die er in die Geschichte der
europäischen Kultur einbettet", sagte Dr. Balle. In einer Zeit der
Globalisierung lege der Verlag Attenkofer besonderen Wert darauf, Raum für
die Heimat zu schaffen. |
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Käsers Buch sei nicht nur ein historischer Überblick,
sondern erzähle auch von den Menschen, die die Kirchengeschichte
entscheidend mitgeprägt haben, so Bürgermeister Helmut Haider. Außerdem
gibt es bislang unbekannte Details preis, liefert neue Fakten. "Die
Pfarrgeschichte muss korrigiert werden", sagte Stadtpfarrer Heilmer,
dessen Vorgängern Käser mehrere Seiten gewidmet hat. Aufgrund der
Recherechearbeiten Käsers könne die Pfarrei beispielsweise noch in diesem
Jahr das 600-jährige Patrozinium feiern. So spannend wie ein Krimi sei das
Buch für Ortskundige, so Heilmer, und für Käser waren wohl auch die
Arbeiten schon aufregend. So berichtet er begeistert von alten Urkunden,
die er in den Staatsarchiven und in den Lagern des Bistums aufgestöbert
habe. Warum er einen großen Teil seiner Freizeit in den vergangenen Jahren
für sein Projekt geopfert habe, das kann Käser ganz einfach erklären: "Ich
habe Interesse an der Geschichte und genügend Neugierde, um zu suchen."
Gerade die Stadtpfarrkirche Vilsbiburg habe ihn schon immer beeindruckt -
dieser mächtige Bau, der so majestätisch auf einer Anhöhe thront. Text: Vilsbiburger Zeitung vom 8. April 2006 Fotos: WG |