Geschichte des Ortsteils

Wolferding

Oberenglberg

Achldorf

zurueck

Wolferding

Die Ortsnamenforscher halten Wolferding für einen der tausendjährigen .-ing Ort, der auf eine Sippensiedlung eines Mannes namens Wolfhart zurückgeht.
Rückschlüsse auf eine Besiedelung an einem alten Straßenverbindungsweg finden wir in den Wolferdinger Kirchenheiligen dem Hl. Georg, der als "Straßenheiliger" an alten Straßen und Wegen zu finden ist, ebenso der zweite Patron der Kirche, der Hl. Martin als merowingisch - fränkischer Reichsheiliger.

woferd4.jpg (11938 Byte)

In den Urkunden taucht Wolferding jedoch erst im 15. Jahrhundert auf.
Am 15. August 1454 verkauft Pfarrer Marteinsperger ein Pfund Ewige Gilt aus seinem Hofe und Gut zu Wolfharting an die Kirche von Erlach.
Am 10. Juni 1472 stiftete Margaret die Englpergerin, die Witwe Friedrichs des Engelperger zu Wolfharting, der Kirche St. Ulrich und St. Margareth (Oberenglberg) und der St. Georgkirche zu Wolfharting ein halbes Pfund Ewiggeld zu einem Jahrtag.
Im 16. Jahrhundert war Wolfharting dem Gericht Biburg (Vilsbiburg) und dem Rentamt Landshut zugeteilt.
Während sich 1462 der Müller von Wolferding noch Ulreich Mulnär nannte, finden wir in Urkunden des 16. Jahrhunderts als Mühlenbesitzer des Geschlecht der Vorster (Forster). Auf der Mühle von Wolferding, die ja heute nicht mehr besteht, saßen die Forster noch 1586.
Aus den alten Bauerngeschlechtern auf dem Eder - Gut sowie dem Paur - Gut zu Wolferding ging von 1596 bis 1621 gar manche Messstiftung an die Kirchen von Oberenglberg und Wolferding.
Unter den Flurnamen gibt es einen "Weinbergacker" was auch auf einen Weinanbau in früher Zeit schließen lässt.
Im Jahre 1830 wird Wolferding als ein Weiler genannt, der sieben Häuser, eine Filialkirche und eine Mühle mit drei Mahlgängen und einem Sägegang an der Großen Vils umfasste.
Die Obmannschaft Wolferding gehörte 1538 zum Gericht Biburg. Da die einzelnen Steuerdistrikte von 1808 mit den Orten Johanneskirchen, Englberg und Kirchstetten zur Gründung einzelner Gemeinde zu klein waren wurde 1820 die Gemeinde Wolferding gegründet.
Am 1. Mai 1978 wurde mit Durchführung der Gebietsreform die Gemeinde Wolferding aufgelöst und als Ortsteil der Stadt Vilsbiburg angegliedert.

zurueck

Oberenglberg

Die Englberger zu Englberg - ein alter Bauernadel.

Der bäuerliche Ortsstamm der Englberger zu Englberg war im oberen Vilstal stark vertreten. Sie machten viele Messstiftungen zu Gaindorf und Wolferding.
Hans Englberger von Aeheldorf (Achldorf) verkaufte 1493 an die Kirche St. Georg in Wolferding und die Margarethenkirche zu Englberg ein Pfund Ewiggeld (Stiftung einer Messe).

oberenglberg3.jpg (14767 Byte)

Thomas Englberger von Wolfharting (Wolferding) erscheint 1482 in den Urkunden.Viele Jahrtagsstif-tung gingen auch in den weiteren Jahren zur Kirche Oberenglberg.

Georg Eder zu Wolferding vermacht der Kirche St. Margareth zu Englberg und St. Georgkirche von Wol-ferding ein Pfund Ewiggeld aus dem Eder- Gut zu Wolferding damit ein Jahrtag gefeiert wird.

zurueck

Achldorf

Von Gaindorf aus geht der Blick über die Vils nach Achldorf.

achldorf.jpg (14553 Byte)

Hier entwickelt sich ein moderner Wohn- und Vorort von Vilsbiburg.
Auch in der Geschichte von Achldorf lässt sich einiges finden.
Im 13. Jahrhundert war es Sitz eines vornehmen Geschlechtes. Unter Bischof Gerold von Freising wird um 1220 in einer Urkunde ein Wilhelm von Arhiltof erwähnt. Wilhelm bezeugte mit Konrad von Westrantkirchen (Westerskirchen) und Gottschalk von Herrichstorf, daß Dietmar von Alhartesbach (Allersbach) durch Herrn Konrad die Frau Irmgard und ihre Schwester Diemud mit drei Kindern um 13 Schilling von der Kirche des hl. Johannes (Johanneskirchen) gekauft hat. Achldorf hatte seine Abgaben an die bay. Herzöge zu entrichten. Diese verliehen am 16. April 1362 den dritten Teil davon dem Pfarrer von Gaindorf.
Am 25. Juli 1441 wird der Kirchprobst Peter von Acheldorf - der "Mair" mit seiner Frau Agnes, genannt. 1467 verkaufte Leonhard Hueber zu Acheldorf und seine Schwester an die Margarethenkirche zu Englberg (Oberenglberg) einen halben Hof.
Am 9. Dezember 1493 stiftet Hans Englperg von Acheldorf an die Georgskirche von Wolferding und an die Margarethenkirche zu Englberg und an deren Verweser Ortolf Morolt und die Kirchenpfleger Hans Mair zu Wolferding und Paul Widmann von Wachsenberg einen Jahrtag.

1830 galt Achldorf als Weiler mit fünf Häusern. Im Jahre 1915 umfaßte er ebenfalls fünf Häuser mit 33 Bewohnern.

Ein neues Baugebiet jenseits der Bahnstrecke Vilsbiburg - Aich, lässt Achldorf anwachsen. Der verträumte Weiler entwickelt sich zum Vorort von Vilsbiburg.

achldorf1.jpg (20023 Byte)

kongress.jpg (14492 Byte)

Als Präsentation auf dem gastgewerblichen Sektor von Vilsbiburg entwickelte sich die Sportanlage Schandl zum Fitness, Hotel- und Kongreßzentrum "Kongressissimo".

zurueck