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Der
Karmelorden ist von seinen Ursprüngen her ein kontemplativer Orden und
eremitisch geprägt. Ein genaues Gründungsdatum bzw. einen Ordensgründer im
eigentlichen Sinne gibt es nicht. Wohl aber gibt es schriftliche
Zeugnisse, die von Eremiten (Einsiedlern) sprechen, die bereits ab dem 4.
Jh. n. Ch. im Karmelgebirge von Palästina ein zurückgezogenes Leben
ausschließlich im Dienst Gottes führten. Bedingt durch die unruhigen
Zeiten der Kreuzzüge verbreitete sich diese Eremitengemeinschaft in ganz
Europa. Um das Jahr 1200 schließen sich dessen Mitglieder zu einem Orden
zusammen und erhalten 1226 vom Papst offiziell die Anerkennung dieses
Status. |
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Im 16. Jh. war es dann die Hl. Teresa von Ávila, die zusammen mit dem Hl. Johannes vom Kreuz den Karmelitenorden grundlegend reformierte und ihm sein heute noch bestehendes Gesicht gab. Teresa war es auch, die dem bis dahin streng eremitisch ausgerichteten Orden die gemeinschaftliche Dimension hinzufügte. Ferner prägte sie den Ausdruck „Beten ist in Freundschaft Leben mit Gott“, d.h. Sinn und Ziel des karmelitanischen Lebens ist es , mit Gott in Freundschaft zu leben. Im Unterschied zu den sogenannten apostolischen Orden, die zumeist in sozialen oder caritativen Aufgaben tätig sind, ist der Karmelorden als kontemplativer (beschaulicher) Orden „nur“ auf dieses Ziel hin ausgerichtet. |
Text: Karmelitinnenkloster (Tel. 08741 1848) Fotos: WG