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Die Meteorologen zeichneten
für den Fronleichnamstag schlechteste Prognosen und hatten absolut recht
damit. So musste auch dieses Jahr die Fronleichnamsprozession in der Kirche stattfinden. Diese
glänzte mit frischen Birkenschmuck; die vielen Ministranten, die
Fahnenabordnungen und die Kommunionkinder in ihren weißen Kleidern
erinnerten an das festliche Bild am "Prangertag" früherer Zeiten.
Musikalisch wurde die Eucharistiefeier vom Pfarr- und Bergchor mit der
Wolfgangsmesse für Orgel, Bläser und Pauke von Karl Norbert Schmid und die
nachfolgende Prozession im Zusammenwirken mit dem Musikverein glanzvoll
gestaltet. Stadtpfarrer Siegfried Heilmer feierte in Konzelebration mit
Salesianer- Pater Peter Berger die Eucharistie. |
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"Wir haben uns heute versammelt, um unsere Verbundenheit mit Jesus
Christus im Brot des Lebens zu zeigen. Wir wollen ihm nicht nur heute,
sondern jeden Tag unseres Lebens begegnen", so der Seelsorger.
Pfarrgemeinderatssprecherin Hannelore Eichner übernahm im Festgottesdienst
den Lektorendienst, zur Prozession sprach Klaus Strötz die meditativen
Texte auf dem Weg zu den einzelnen Stationen. Das Lukasevangelium vom
Fronleichnamsfest führte der Gottesdienstgemeinde das Wunder der
Brotvermehrung vor Augen, das zur Deutung des Zusammenhanges zum
Festinhalt beitrug. Denn die Gemeinden feiern am Fronleichnamstag in
Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern die Einsetzung
der Eucharistie. |
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Eine würdige Prozession
In einer würdigen Prozession wurde die Monstranz mit dem Allerheiligsten
abwechselnd von Stadtpfarrer Heilmer und Pater Berger unter dem Baldachin
oder Himmel, begleitet vom liturgischen Dienst, zu den vier Altären
getragen. Jeder Altar stand unter einem besonderen Thema. Außerdem wurde,
wie es die Liturgie vorschreibt, jeweils ein Bericht der vier Evangelisten
in Kurzform vorgetragen, gefolgt von den Fürbitten und dem sakramentalen
Segen.
So wurde am ersten Altar Jesus Christus als der Auferstandene und Mitte
des christlichen Lebens sowie am zweiten Altar als Licht der Völker
vorgestellt. In einer unvollkommenen und kranken Welt, die auf Heilung und
Erlösung wartet, baten die Gläubigen an der dritten Station um Hoffnung
und Zuversicht für alle Menschen. Gemeindereferent Gerhard Valentin, der
die jeweiligen Fürbitten vortrug, bat am vierten Altar um Kraft für die
Christen, damit sie die Gegenwart Gottes in der Welt bezeugen. Besonders
erhebend war der Gesang des Chores unter der Gesamtleitung von Alexandra
Lainer. Neben der glanzvollen Aufführung der Wolfgangsmesse erfreuten die
Sänger mit traditionellen Fronleichnams-gesängen, wie zum Beispiel mit dem
"Lauda Sion", das in deutscher Fassung gesungen wurde, oder mit dem
Chorsatz "Alta Trinitata beata". Stefan Metz beeindruckte mit seiner
sicheren Stimme als Kantor, wie auch an der Orgel, so dass die
Fronleichnamsfeier wieder zu einem glanzvollen Höhepunkt im Kirchenjahr
wurde. |
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Von einem gewaltigen Lob Gottes wurden die Teilnehmer am Schluss der Feier
in der Pfarrkirche mitgetragen, als der Chor mit dem Musikverein, der
Orgel und Pauke das "Te Deum" intonierte und die Gottesdienstgemeinde
miteinstimmte. Mit dem Dank des Stadtpfarrers an alle Beteiligten endete
die Feier, die trotz des Regenwetters zu einem Bekenntnis des Glaubens für
die Teilnehmer wurde. |