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Die Spitalkirche --- ein Kleinod hat an Wert gewonnen

   

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Es ist ein Schmuckstück geworden, dieser Innenraum des kleinen Kirchleins, das einzwängt ist zwischen dem wuchtigen Torturm und dem gewaltigen Spitalgebäude von letzterem sogar teilweise vereinnahmt wird. Trotzdem hat das gotische Gotteshaus seine eigenständige Baugeschichte und steht seinen großen Brüdern bezüglich des kulturhistorischen Wertes in keiner Weise nach. Nach umfangreichen Restaurierungs- Arbeiten kann die Spitalkirche jetzt wieder besichtigt werden.
    

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Nach den Ausführungen des Museumsleiters Lambert Grasmann hat man durch die Offenlegung des Kirchenbodens überraschende, neue Erkenntnisse gewonnen.
Einen Vorgängerbau und die Behausung eines Pfarrers oder Mesners konnte man nachweisen. Klar wurde auch, dass der hölzerne Sakralbau so um das Jahr 1400 herum einem Brand zum Opfer gefallen ist. Spannend wie ein Krimi war die Untersuchung einer Gruft im Bereich unter dem Gestühl. Die Grablege erwies sich erstaunlicherweise als leer. Die Spur eines Kirchenstifters oder des legendären Caspar Westendorfer konnte man leider nicht finden
     

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Während die Bodendenkmäler wieder unter dem originalen Fußboden verschwunden sind, blieb
das, was an den Wänden freigelegt werden konnte, für die Nachwelt sichtbar erhalten. Bemerkenswert sind laut Kreisheimatpfleger Grasmann die Wappen an den Enden der Gewölberippen und die markanten Schlusssteine. Eine rätselhafte Inschrift über dem Chorbogen ist nur teilweise erhalten. Man hofft, sie irgendwann noch entschlüsseln zu können.
      

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Das gleiche gilt für die Secco- Malereien an beiden Seiten im Chorraum. Die Gelehrten zerbrechen sich noch die Köpfe, was der umfangreiche Zyklus aus dem frühen 15. Jahrhundert wohl bedeuten möge.
   

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Bisher  verborgene Wandnischen, dienen, nun geöffnet, als Vitrinen für sakrale Gegenstände. Wie in alter Zeit sind an den Stuhlwangen barocke Prozessions- Stangen befestigt. Ein neugotische Hochaltar, der aus der Wallersdorfer Gegend stammt, steht so selbstverständlich in der Apsis, als hätte man ihn vor gut 100 Jahren eigens für das Spitalkirchlein gefertigt.
     

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Text: nach einem Artikel von Peter Barteit

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