
Neubau der Expositurkirche Johannesbrunn in den Jahren 1864 bis 1867
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Führungen durch das Gotteshaus Peter Käser erteilte wertvolle Einblicke
Fast vierhundert Besucher dürften es gewesen
sein, die den Weg zur Pfarrkirche Mariä Immaculata in Johannesbrunn nicht
scheuten, um am Tag des offenen Denkmals in zwei Führungen über das
Gotteshaus und das Kloster etwas zu erfahren. Der Heimatverein/Museum Vilsbiburg hat dem Motto entsprechend "Orte der Einkehr und des Gebetes - Historische Sakralbauten" Johannesbrunn ausgesucht. Anlass dazu war die Neugestaltung des Klosterbaues. Die Aktivitäten der Dorfgemeinschaft, und letztendlich der attraktive Kirchenbau. Die Kirche wurde vor genau 140 Jahren unter Expositus Georg Dichtl im Stil der Neugotik neu erbaut und bekam auch im selbigen Stil eine Vollausstattung. Als einzige Kirche im großen Umkreis wurde sie in den Jahren 1864-1867 an einem neuen Standort errichtet. Nichts wurde verändert oder entfernt; 1990 wurden die floralen Ornamentmalereien wieder entdeckt und erneuert, ansonsten die Einrichtung gut restauriert.
Peter Käser führte die Besucher etwa 6000 Jahre zurück zur frühgeschichtlichen Besiedelung des Holzlandes zwischen Vils und Bina. Johannesbrunn ist altes Siedlungsland, davon zeugen auch die etwa 40 Hügelgräber am Fuchsberg. Das Patrozinium der alten Kirche, welche im Friedhof stand war das des Johannes des Täufers, somit gehörte die Kirche zu den alten Taufkirchen. Die beengten Verhältnisse im alten Gotteshaus machten es nötig eine neue Kirche zu erbauen, mit dem Patrozinium der Unbefleckten Empfängnis oder Mariä Immaculata. Expositus Dichtl errichtete in seiner 33-jährigen Tätigkeit in Johannesbrunn mit Kloster-, Kirchen-, und Schulhausbau ein Lebenswerk.
Die Besucher waren sehr angetan von den genauen Erläuterungen zur Geschichte des Ortes, dem Kirchenbau und der Kirchenausstattung, der Gewölbefiguration, den einzelnen Altären mit ihren Figuren und Bildnissen. |
Text: Peter Käser Fotos: Christa Seidl WG Peter Käser