
Peter Tilch (Bass), Dorothea Spilger
(Sopran), Stefan Cifolelli (Tenor)
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An diesem Abend konnten Opernfans in italienischen Melodien schwelgen: Die Chorgemeinschaft Vilsbiburg lud für Samstag, 12. Juni, zur italienischen Operngala in die Vilstalhalle ein. Beginn war um 20 Uhr. Ausgewählt wurden Ausschnitte aus Werken der Meister des Belcanto im 19./20. Jahrhundert mit großen Melodiebögen und Koloraturen: Rossini, Donizetti, Bellini und Puccini. Zu einer Nacht der schönen Stimmen wurde dieses Konzert aber auch durch die drei Solisten, die dazu für die Arien gewonnen wurden: Karla Bytnarova, Stefan Cifolelli und Peter Tilch. Mit Dorothea Spilger stand eine bisher unbekannte junge Gesangsstudentin der Musikhochschule München auf der Bühne. Sie war erst am Morgen für die erkrankte Mezzosopranistin Karla Bytnarova eingesprungen. Dennoch meisterte sie ihre Solis bravourös und begeisterte mit ihren Arien das Publikum, welches sich besonders angetan von der jungen sympathischen Sängerin zeigte, die schon durch ihre Gestik an eine der ganz Großen erinnerte. In der aktuellen Spielzeit sind am Landestheater Niederbayern der Tenor Stefan Cifolelli und der Bariton Peter Tilch zu hören. Letzterer hat bereits zweimal bei Konzerten der Chorgemeinschaft Vilsbiburg mitgewirkt: in Puccinis „Messa di Gloria“ und in Dvoraks „Requiem“. Hatte er anfangs Klarinette studiert, so ließ er sich später im Opern- und Konzertgesang ausbilden. Er trat als Konzertsänger bereits im In- und Ausland auf, u.a. mit dem New York Bach Ensemble unter Yoshua Rifkin. Zudem sang Peter Tilch verschiedene Partien im Opernfach, wurde mit dem Sonderpreis der Robert-Stolz-Stiftung ausgezeichnet und war 2002 Finalist in der Sparte Oper des Bundeswettbewerbs Gesang. Seit der Spielzeit 2003/04 ist der Bariton festes Ensemblemitglied am Landestheater Niederbayern und in der aktuellen Spielzeit als Alfred P. Doolittle in „My Fair Lady“, als Peter in „Hänsel und Gretel“, als Figaro in „Die Hochzeit des Figaro“ und als Le Baron in „Chèrubin“ zu hören. Stefan Cifolelli stammt aus Antwerpen, studierte in Brüssel Gesang, wo er am Opernhaus erste Erfahrungen und Erfolge auf der Opernbühne sammelte. Er sang an der Academia Rossiniana, wirkte bei CD-Produktionen mit. In Liège trat Cifolelli als Tamino in „Die Zauberflöte“ auf und übernahm den Tenorpart in „La Petite Messe Solennelle“ von Rossini. In der Spielzeit 2009/10 gab er sein erstes Solorecital im Operhaus La Monnaie in Brüssel und ist als Elvino in „La Sonnambula“ von Bellini am Landestheater Niederbayern zu hören. Zudem wird er heuer beim Sommerfestival in Solothurn zu erleben sein. Die drei Solisten sangen Arien und Duette in der italienischen Operngala der Chorgemeinschaft Vilsbiburg und des Konzertchor Landshut. Die Leitung hatte Peter Röckl, der auch das Landshuter Sinfonieorchester dirigierte. |