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Niederbayerischer Schützentag am 13. und 14. März 2004
Herzog Franz von Bayern eröffnete 75-Jahr-Feier und Bundesschießen in der Stadthalle
Vilsbiburg. "Das ist ein großer Tag für den Schützengau Vilsbiburg", sagte Gauschützenmeister Theo Gratzl bei der Eröffnung des 24.Niederbayerischen Bundesschießens. Damit meinte er nicht nur die Ehre, zum 75jährigen Bestehen des Schützengaues so eine hochrangige Veranstaltung organisieren zu dürfen. Mit Herzog Franz von Bayern konnte der Schützengau auch noch den Protektor des Bayerischen Sport-Schützen-Bundes (BSSB) als Schirmherrn gewinnen. Zielsicher gab der Herzog, der in seinem Grußwort die enge Verbundenheit mit dem Schützenwesen bekundete den ersten Schuss auf den Schießständen ab und eröffnete damit das Bundesschießen.

"Jubiläen sind Marksteine im Leben", schreibt Gauschützenmeister
Theo Gratzl in seinem Grußwort. Die Feier zum 75jährigen Bestehen des
Schützengau Vilsbiburg ist sicher so ein Markstein: Zum einen darf der
Schützengau in seinem Jubiläumsjahr das 14.Niederbayerische Bundesschießen
verbunden mit dem Gauschießen des Schützengaues ausrichten. Zum anderen
übernahm Herzog Franz von Bayern, Protektor des BSSB, die Schirmherrschaft.
Heute nehmen die vielen
Schützengesellschaften einen wichtigen Platz im Sport- und Gesellschaftsleben
ein; sie leisten auch einen wertvollen Beitrag auf dem Gebiet der
Brauchtumspflege durch die Erhaltung ihrer Tradition", schreibt Herzog
Franz von Bayern in seinem Grußwort.
Auch Bürgermeister Helmut Haider nannte die Schützenvereine bodenständig,
traditionsbewußt und in dem Brauchtum verwurzelt. Gerade in der heutigen Zeit
der Globalisierung brauche man den Erhalt von Tradition und Brauchtumspflege.
"Mit Stolz wird in der Chronik der Altschützen Velden berichtet, dass der Gau aus ihren Reihen hervorging". Das Gründungsfest wurde gleich mit dem ersten Gauschießen verbunden. 1933 fand dann das zwölfte Schießen dieser Art in Geisenhausen statt. Dann folgten schwierige Zeiten für die Schützen. Erst die Gleichschaltung bei den Nationalsozialisten und anschließend die Zerschlagung durch die zungsmächte. "Waffen, Scheiben, Schützenketten und sonstiges wertvolles Inventar wurde auf Anordnung der Besatzungsmacht eingezogen, zerstört oder sonstwie vernichtet", berichtete Schneider. Der Neubeginn für die niederbayerischen Schützen war 1951 und bei der erneuten Gründungsversammlung des Schützengaues Vilsbiburg wurde wieder Sebastian Strohmeier zum Gauschützenmeister gewählt. In den folgenden Jahren erlebten die Vereine und Schützengaue einen ungeheuren Aufschwung. So wurden im Jahr 1967 36000 neue Mitglieder im BSSB aufgenommen. Nach Sebastian Strohmeier übernahmen erst Hubert Maier (1957 bis 1961), Oskar Schmid (1961 bis 1977) und dann Rudolf Hundhammer (1977 bis 1989) das Amt des Gauschützenmeisters. Seit 1989 ist Theo Gratzl aus Bodenkirchen der erste Mann im Schützengau Vilsbiburg. "Er und seine Gaumannschaft steuern zielbewußt die Geschicke des Gaues, sportlich wie gesellschaftlich," lobte Schneider. Die Geschichte des Gau Vilsbiburg hat viele Meilensteine, die Chronik mit den vielen Vereinsgeschichten, ohne die der Gau um vieles ärmer wäre. Nun kommt mit dieser Gründungsfeier und der Eröffnung des 24.Niederbayerischen Gründungsschießens wieder ein neuer Abschnitt dazu", sagte der Bezirksschützenmeister abschließend.
| Mit dem ersten Schuss eröffnete Herzog Franz von Bayern das Bundesschießen offiziell und bis spät in die Nacht waren dann die Schützen aktiv, um die Gewinner der einzelnen Scheiben zu ermitteln. | ![]() |
Das Bundesschießen findet noch bis zum 12.Juni in der Stadthalle statt, die Preisverteilung ist dann am 18.Juni im Gasthaus Breitenacher in Seyboldsdorf. Harald Schwarz
Text und sw-Fotos: Vilsbiburger
Zeitung vom 29.05.2000
Farbfotos: Xaver Peisl