Ausstellung als Bilanz der Zucht-Arbeit
Lokalschau des Kaninchenzuchtvereins in der Stadthalle - 165 Tiere waren zu sehen

Vilsbiburg. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage war die Stadthalle der Ort einer Tierausstellung: Nach den Geflügelzüchtern waren an diesem Wochenende die Kaninchenzüchter des Vereins B604 Vilsbiburg Ausrichter einer Tierausstellung. Am Samstag wurde diese Lokalschau mit einem kleinen Festakt eröffnet, anschließend konnten sich das ganze Wochenende über die Besucher an den 165 ausgestellten Kaninchen erfreuen.

In der Stadthalle finden die Kleintierzüchter immer wieder aufs neue ideale Bedingungen für ihre Ausstellungen vor. Der Platz ist mehr als ausreichend, die Tiere müssen nicht in das Nebenzimmer oder den Saal einer Gaststätte gepackt werden und für die Besucher stehen genug Parkplätze zur Verfügung. Auf diese Weise wurde im vergangenen Jahr auch die Bezirksschau der Kaninchenzüchter zu einem besonderen Erfolg.

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Daran erinnerte Ausstellungsleiter Hans Schemmerer am Samstag vormittag während der Eröffnungsfeier der Lokalschau. Gleichzeitig nannte Schemmerer die Eckdaten der aktuellen Ausstellung, die natürlich in etwas kleinerem Rahmen ablief als die Bezirksschau. Insgesamt 165 Tiere waren in der Halle versammelt, 14 Altzüchter und sieben Jüngzüchter mit 42 Tieren haben sich an der Ausstellung beteiligt.

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"Dazu kommen noch vier Mitglieder der Frauengruppe, die Produkte aus Kaninchenfell genäht und gebastelt haben", wie Schemmerer anfügte. Die Erzeugnisse der Frauengruppe waren heuer sogar in verschiedene Themengebiete unterteilt, worauf Frauenleiterin Gertrud Brandlhuber die Teilnehmer der Eröffnungsfeier beim Ausstellungsrundgang besonders hinwies.

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Wie Hans Schemmerer auch deutlich machte, habe der Verein nicht seine angestammten Preisrichter zur Bewertung der Tiere gehabt. Deshalb seien manche Tiere nicht ganz so gut bewertet worden wie sonst. "Aber wir wollten auch so viele Tiere wie möglich bei der Ausstellung haben", unterstrich Schemmerer; und manche Züchter müßten eben auch noch Erfahrungen sammeln. Aber nachdem die Zucht ein Hobby sei, müsse man auch damit fertigwerden. "Und schließlich haben wir es ja auch mit lebenden Tieren zu tun", fügte der Ausstellungsleiter am Ende seiner kleinen Ansprache hinzu.

Als Schirmherr der Lokalschau, die heuer als Josef- Bücker- Gedächtnisschau durchgeführt wurde, sprach auch 2. Bürgermeister Martin Priller zu den Gästen der Eröffnung am Samstag. Er bekannte, daß er sich wohlfühle in einem Kreis von Menschen, die sich um die Schöpfung kümmerten. "Wer das tut, kümmert sich auch um die Menschen", war sich Priller sicher. Man spüre auch den Einsatz der Vereinsmitglieder bei der Lokalschau, die natürlich in einem bescheideneren Rahmen ablaufe wie die Bezirksschau im vergangenen Jahr. Gleichzeitig relativierte Priller die nicht ganz so rosigen Bewertungen der Tiere. "Preise sind nicht ent-scheidend. Den Ausschlag gibt die Freude am Tier", hob der Schirmherr hervor. Er war auch der Ansicht, daß es zu denken gebe, wenn man höre, daß das Interesse der Jugend am Verein etwas nachlasse. Die jungen Menschen seien heute wohl nicht mehr so interessiert an der Beziehung zu einem Tier, stattdessen stünden andere Dinge wie virtuelle Abenteuer im Computer im Vordergrund. "Das ist wohl der Zeitgeist. Es wäre aber bedauerlich, wenn sich diese Tendenz noch weiter verfestigen würde", warnte Martin Priller. Gemeinsam mit Kaninchenzüchter- Vorsitzendem Peter Bücker, Jugendleiter Robert Brandlhuber und den übrigen Vereins-Funktionären unternahmen die Ehrengäste anschließend einen Rundgang durch die Ausstellung. Dort gab es durchaus nicht nur Kaninchen zu sehen. Auch die Arbeiten der Frauengruppe wurden ausgestellt, zudem war eine Tombola organisiert. Für die Kinder hatte man Meerschweinchen-Gehege aufgestellt. Auch zahlreiche Preise wurden bei der Lokalschau vergeben. Die erfolgreichsten Züchter bei den Senioren waren Anton Grünauer, Robert Brandlhuber und Thomas Königbauer. Weitere Preise in dieser Gruppe gingen an Andreas Schmid und Anton Grünauer. Bei der Jugend waren die drei Besten Alexander Schmid, Andreas Schmid und Sonja Schmid. Die weiteren Preise gingen hier an Sonja Schmid und Alexander Schmid. Die besten Erzeugnisse kamen von Gertrud Brandlhuber, Angelika Grünauer und Angela Kohler. Der Josef- Bücker- Gedächtnispokal der Schau ging an Rudolf Brandlhuber (Senioren) und Alexander Schmid (Jugend). Michael Betz

Text und Schwarzweißfoto:  Vilsbiburger Zeitung vom 27.11.2000
Farbfotos:  Häringer Florian

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