| In dem Theaterstück wird der authentische Fall des Franz Jägerstätter beleuchtet, der während des zweiten Weltkriegs den Dienst an der Waffe verweigerte, weil er dies mit seinem Glauben und mit seiner Liebe zu Gott nicht vereinbaren konnte. | ![]() |
Schon im April 1938 stimmt der 30jährige Franz Jägerstätter aus St. Radegund bei der Volksabstimmung gegen den Beitritt Österreichs zum Großdeutschen Reich. Im Sommer 1940 wird er erstmals einberufen und auch vereidigt, muss aber zunächst keinen Frontdienst leisten und kann ab April 1941 wieder zu seiner Familie zurückkehren.
| Zu diesem Zeitpunkt weiß Franz schon, dass er einer erneuten Einberufung nicht Folge leisten wird. Er hat mittlerweile von den Morden an Geisteskranken erfahren und das Vorgehen des NS-Regimes gegenüber Priestern und der Religion lässt ihn noch mehr zu der Überzeugung kommen, dem totalitären Regime jegliche Unterstützung zu widersagen. | ![]() |
Im März 1943 erhält er die erneute Einberufung und Franz Jägerstätter, Vater von drei kleinen Kindern, spricht in Enns seine Verweigerung aus.
| Er kommt ins Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis, erklärt sich aber bereit Sanitätsdienst zu leisten, doch vor dem Reichskriegsgericht interessiert das nicht mehr. Er wird wegen Wehrkraftszersetzung zum Tod verurteilt. | ![]() |
Text: Frau Vierthaler
Fotos: Privatarchiv, Jägerstätter, St. Radegund