Freilichtaufführung des Theatervereins Trauterfing
"Der Räuber Kneißl"
am 9. 10. 11. 16. 17. 18. 23. 24. 25. 30. 31. Juli und 1. August 2004 um 20.30 Uhr
Vorverkauf VR-Bank Vilsbiburg und 08741- 3021116

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Personen und ihre Darsteller

"Heut is erst Montag - de Woch geht scho guat o"...

...das waren seine letzten Worte, bevor er, der Räuber Mathias Kneißl, am 21. Februar 1902 mit der Guillotine hingerichtet wurde.
Die Mitwirkenden des Theatervereins Trauterfing waren  seit Wochen fleißig am Proben, um die Geschichte des legendären Räubers auf der Freilichtbühne zum Leben zu erwecken.
   

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Sein Vater heiratet Therese Pascolini, eine Italienerin, was schon reichte um die Familie auszugrenzen. Der Bruder der Mutter war zudem ein gesuchter Verbrecher, was das Leben zusätzlich erschwerte. Die Familie führt zunächst eine Gastwirtschaft in Unterweikertshofen und dort wächst der 1875 als ältester von fünf Geschwistern geborene Mathias auf. Das Gasthaus wird jedoch wegen des Vorwurfs der Hehlerei und Wilderei von Amts wegen geschlossen.

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Der Vater erwirbt daraufhin die "Schachermühle" in Sulzemoos und versucht als Handwerker und mit dem Mühlenbetrieb den Lebensunterhalt zu verdienen. Leider reicht das Einkommen des Vaters für die große Familie nicht aus und somit sucht man nach Möglichkeiten um an Geld zu kommen. In ihrer Not rauben sie das Altarsilber aus der Wallfahrtskirche Herrgottsruh. Der Verdacht fällt schnell auf die Familie Kneißl. Bei der Verhaftung versucht der Vater zu fliehen und wird dabei von den Polizisten angeschossen. Auf dem Weg zum Dachauer Landgericht erliegt der alte Kneißl seinen Verletzungen. Die Mutter wird wegen Hehlerei hinter Schloß und Riegel gebracht.

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Von diesem Zeitpunkt sind die Kneißlkinder auf sich selbst gestellt. Mathias und sein Bruder Alois versuchen nun mit Wilderei und Raubzügen sich und die Geschwister über Wasser zu halten. Bei einem dieser Diebstähle erschießt Alois zwei Polizisten. Die beiden Brüder werden deshalb und wegen diverser anderer Vergehen zu einer Haftstrafe verurteilt. Alois sollte die Freiheit nicht wieder erlangen, im Gefängnis raffte ihn die Schwindsucht dahin.
Nach sechs Jahren wird Mathias aus der Haft entlassen und er möchte seine Vergangenheit hinter sich lassen und ein Leben als tüchtiger Handwerker führen. Bei einem Schreiner in Nußdorf findet er einen Arbeitsplatz, doch leider wird bald seine Haftstrafe bekannt und er wird wieder einmal entlassen. Die guten Vorsätze sind somit bald vergessen und er wird rückfällig. Um sich seinen Traum nach Amerika auswandern zu können, zu erfüllen, will er schnell an Geld gelangen. Bei einem Raubüberfall erbeutet er Pfandbriefe und ist fortan auf der Flucht vor der Polizei.
    

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Ein Großaufgebot der Gendarmerie ist auf der Suche nach Mathias Kneißl, keine leichte Aufgabe, denn die Bevölkerung steht auf der Seite des jungen Mannes. Und so manches Mal hält er die Hüter des Gesetztes zum Narren und es gelingt ihnen nicht den Räuber zu fassen. Doch der Zufall will es, dass die Polizei den Aufenthaltsort von Kneißl erfährt und das Schicksal nimmt seinen Lauf...

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Text:    Susanne Habrunner          Fotos:  WG  (Gereralprobe am  7. Juni 2004))

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