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Der dreißigjährige Krieg tobt und zieht eine Schneise der
Verwüstung durchs Land. Ein Dorf voller Weiber, Kinder und alter Leute ist
auf sich selbst gestellt. Die Männer an der Front, ein Anwalt, der sich
rein gar nicht um das Wohl seiner Dorfbewohner kümmert und obendrein eine
vermeintliche Hexe. |
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Die kriegerischen Kampfhandlungen rücken immer näher und
das Volk lebt in Angst und Schrecken. Lebensbedrohliche Sorgen plagen die
Bevölkerung. Dennoch sind sie gleichzeitig mit den üblichen Gerüchten und
Streitereien einer Dorfgemeinschaft beschäftigt |
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Der größte Dorn in
ihren Augen ist die Liedhoferin, eine Kräuterfrau. Mit ihren magischen
Kräften hat sie zwar schon manchem geholfen, aber gerade diese Fähigkeiten
wecken den Argwohn der Dörfler. Am liebsten würden sie sie auf dem
Scheiterhaufen brennen sehen. Die Frau Anwalt und die Lies, ein
Tratschweib des Orts, lassen nichts unversucht den Ruf der Liedhoferin
immer schlechter zu machen. |
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Scheinbar hat die Hexe alle Männer
verzaubert, damit sie in ihr Bett kommen. Ihr Verdacht, sie habe einen
ledigen Sohn, den sie möglicherweise umgebracht hat, sowie die Frage, wer
der Vater sein könnte, treiben ihren Hass ins Unermessliche. Die
tatsächliche Gefahr, den Angriff der Schweden, scheinen sie dadurch
beinahe zu vergessen. Auch der Anwalt verhält sich blind gegenüber der
drohenden Gefahr. Er ist lediglich auf sein eigenes Wohl bedacht, indem
er dem Volk immer mehr Steuern auferlegt. |
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Obwohl die Liedhoferin die Gefahr eines Überfalls der
Schweden ahnt und die Dorfbewohner immer wieder darauf aufmerksam macht,
schenken sie ihr kein Gehör. Nicht einmal die Tatsache, dass ein
schwedischer Kundschafter ihr Dorf entdeckt hat, löst sie aus ihrer
Lethargie. Unterstützung findet sie lediglich beim Duarfer Stoffl. Dieser
wurde wegen der kurz vorher herrschenden Pest aus dem Dorf verbannt und
lebt seither mit seinem schwer traumatisierten Sohn Franz im Wald.
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Erst
nachdem die Liedhoferin und der Stoffl den Spion gefangen nehmen können,
bekommen die Dörfler eine Ahnung davon, wie gefährlich die Situation
wirklich ist. In einem Verhör will sich der Anwalt Klarheit über die
Kriegshandlungen verschaffen. Doch als dies misslingt und kurz darauf der
Gefangene entfliehen kann, fürchtet der Anwalt sein Gesicht zu verlieren.
Jetzt glaubt auch er, die Hexe wäre an allem schuld - obwohl ihn und die
Liedhoferin ein Geheimnis verbindet. Hat sie doch für ihn einen Sohn zur
Welt gebracht, den ihm seine unfruchtbare Frau nicht schenken kann. Immer
mehr verstrickt er sich darin, sein Amt mit Würde auszufüllen und gibt
sich allmählich der Lächerlichkeit preis. |
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Die Lage spitzt sich indes weiter zu und die Liedhoferin
lässt nichts unversucht, das Volk für ihren Plan zu gewinnen. Mit einer
List soll es gelingen, die Schweden zu vertreiben. Ein Heer Hoanzn, mit
Männerkleidung behangen, ein riesiges Feuer und ein Höllenlärm soll die
Schweden in die Flucht schlagen. |
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Äußerst
zögerlich lassen sich die Bewohner von ihrem Plan überzeugen und nur durch
ihre Hartnäckigkeit bringt sie die Bewohner letztendlich dazu, sich ihr
anzuschließen. Die Taktik geht auf und der Feind kann vertrieben werden.
Nach diesem Szenario sind die Freude und der Jubel groß bei den Dörflern,
sowie bei der Liedhoferin. Nach all den Jahren, da sie sich als Fremde
gefühlt hat, scheint sie nun endlich aufgenommen zu sein in der
Dorfgemeinschaft und ihre Heimat gefunden zu haben. |
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