
Die Frau des Sebastian Glas in Kollbach, genannt der Schormayer, ist unerwartet gestorben, so dass er als Wittiber mit den zwei Kindern Ursula und Lenz, dazu den Dienstboten Zenzi und Girgl, weiterwirtschaftet.
Ursula ertappt ihn nach dem Leichentrunk, als ihn die junge Stallmagd Zenzi zu Zärtlichkeiten herausfordert und er sie bedrängt.
Die Gehässigkeiten zwischen der Tochter, von der sich der Vater zurechtgewiesen fühlt, und Zenzi lassen ihn Abwechslung suchen, und er geht mit dem Schmuser Tretter angeblich auf Brautschau. Angetrunken kommt er heim, während Ursula noch außer Haus ist, und begegnet Zenzi, der er in die Kammer folgt.
Um sich vor seinen Kindern zu behaupten, die sein Verhalten verurteilen, besteht er darauf, Zenzi bis Lichtmess, dem traditionellen Tag für den Dienstbotenwechsel zu behalten.
Die Magd ist schwanger, so dass Schormayer versucht, ihr mit Geld die Ehe zu ermöglichen, oder eine andere Stelle zu finden.
Beides misslingt, so dass Zenzi als Wirtschafterin bleibt, nachdem Ursula Kaspar Brückl geheiratet hat.
Zenzis Gegenwart im Haus, ihre Schwangerschaft und das Zögern des Vaters, den Hof zu übergeben, machen Lenz gereizt und ungeduldig, so dass er Streit mit dem Knecht beginnt und schließlich mit dem Vater selbst, der ihn aus dem Haus weist.
Am nächsten Tag ist Schormayer versöhnlich, findet aber Sohn nicht. Das Schicksal nimmt seinen Lauf...
Thoma hatte im August 1910 eine größere Erzählung unter dem Titel Dionys Schormayr begonnen, in die er verdeckt autobiographische Motive – die Trennung von seiner Frau – einlagerte (im August 1910 hatte er vom Ehebruch seiner Frau Marion erfahren und wollte sich mit dem Liebhaber duellieren, aber durch die Vermittlung L. GANGHOFERS wurde dies verhindert). Den Roman schloss er am 02.03.1911 und bemerkte: "Die Natur war so gütig, mir gerade jetzt, vielleicht durch Aufrütteln und einiges Erdbeben, alle Quellen reicher fließen zu machen, die mir vor lauter Behäbigkeit schier versanden wollten" (an L. Ganghofer, 28.01.1911).In der für bäuerliche Verhältnisse kleinen Familie zerstört der Tod der Mutter das Gleichgewicht, denn es fehlt die versöhnende Helferein und Beraterin für die Tochter Ursula. In dieser Phase des Generationenwechsels will auch die Magd ihre Lage verbessern und stößt dabei notwendig auf den Widerstand der beiden Kinder. Ohne Romantizismen zeichnet Thoma diese bäuerliche Welt mit ihrer Hartherzigkeit, dem berechnenden Egoismus und der scheinheiligen Bigotterie, ohne allerdings ihr Wertesystem selbst in Frage zu stellen. Die Katastrophe erscheint als Folge individuellen Verschuldens – ein in den Bauernromanen Thomas charakteristischer Zug, den er in diesem Genre mit den konservativen Autoren des Kaiserreiches teilt.