KAMMERORCHESTER VHS VILSBIBURG
Sonntag, 8. November 2009
im Saal des Klosters Johannesbrunn
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Kammerorchester begeisterte in der Reihe "Kultur im Kloster"
Ob Bach oder Mozart wohl geahnt haben, dass ihre Werke
auch Jahrhunderte später die Konzertsäle füllen werden ? Diese Frage
bleibt unbeantwortet. Tatsache aber ist, dass das Kammerorchester der
VHS Vilsbiburg unter der Leitung von Heinz Loher am vergangenen
Sonntagabend den Konzertsaal im Kloster Johannesbrunn füllen konnte -
mit populären Werken von diversen Komponisten. Knapp 200 Musik-liebhaber
waren zu "Kultur im Kloster" geströmt und wurden mit großen Orchester-
und Sololeistungen belohnt. |
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Den musikalischen Auftakt machte Johann Sebastian Bach mit
seiner Orchestersuite Nr.3 in D-Dur. Die fünfsätzige Tanzsuite bildete den
ersten klanglich sehr reizvollen Punkt im Abendprogramm. Auf eine
lebendige Ouvertüre, in der die Streicher zusammen mit Trompeten, Oboen
und Pauken musizierten, folgte einer der bekanntesten und für viele wohl
auch schönsten langsamen Sätze Bachs, sein "Air". Mit viel Gefühl und
klarem Klang führten die Musiker um Heinz Loher das Publikum in die drei
darauf folgenden Tanzsätze - Gavotte, Bouree und Gigue. Letztere setzte
mit ihrem majestätischen Schluss dem Werk ein spektakuläres Ende. |
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Barocker Glanz |
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Als großartiger Abschluss erklang nach
der Pause Mozarts Konzertante Sinfonie für Violine, Viola und Orchester,
KV 364, in Es-Dur. So viel Emotion in nur ein Werk zu packen, zählt wohl
mit zur besonderen Kunst Mozarts, doch liegt es immer auch an den
Musikern, diese mit viel Gefühl in ausdrucksstarke Mu-sik zu verwandeln.
Für die Zuhörer war es ein purer Genuss, in Mozarts großartigem Konzert zu
schwel-gen, seinem letzten Beitrag zur Konzertliteratur für Streicher. |
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Mit den vier Solisten hatte sich Heinz Loher großartige
Künstler in sein Konzertprojekt geholt. Immanuel Drißner, derzeit festes
Mitglied im Staatsorchester am Münchner Nationaltheater, führte den
Zuhörern die scheinbare Leichtigkeit des perfekten Geigenspiels vor Augen,
und Dorothea Galler, in Velden geboren und seit 2008 Mitglied im
Staatstheater am Gärtnerplatz in München, bewies Kunst- und
Fingerfertigkeit auf der Viola. Es war eine Augenweide, sich vom
Gefühlsausdruck der beiden Streicher entführen zu lassen. |

Text: Katharina Schmid
(Vilsbiburger Zeitung vom 10.11.2009) Fotos:
Georg Soller